19.02.2020

Themenabend Kurdistan. Eine Reise in die Autonome Region Kurdistan im Nordirak

Mittwoch, 19.02.2020, 19 Uhr im Kirchencafé der Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Straße 65, 10961 Berlin

Wenig ist bekannt über die Autonome Region Kurdistan, die unzählige Flüchtlinge beherbergt, in heftigen Kämpfen die Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“ geschlagen hat, die politisch die stabilste Region auf dem Staatsgebiet des Irak ist und in der moderne Hochhäuser in Sichtweite zu großen Flüchtlingslagern gebaut werden. Diese Region ist von einer kulturellen (religiösen wie auch sprachlichen) Vielfalt geprägt, wie wenige andere. Und doch wissen wir fast nichts über die Schicksale der Menschen dort…

Andrea Johlige und Matthias Hofmann waren Teil einer Reisegruppe, die im Dezember 2019 die Autonome Region Kurdistan (auch Südkurdistan genannt) besuchte. In Flüchtlingslagern, Dörfern, Waisenhäusern und Heiligen Stätten trafen sie Angehörige der êzîdischen als auch der christlichen Minderheiten in einer mehrheitlich muslimisch geprägten Region. Wie ist die Situation der Êzîden und Êzîdinnen, die unter dem Terror des „IS“ besonders zu leiden hatten? Wie ergeht es den Christen und Christinnen, die nach der Vertreibung in ihre Dörfer zurückkehren konnten? Wie ist die Situation der Frauen und Kinder, die aus der Sklaverei freikommen konnten? Was können wir in Deutschland tun, um die Lage der Menschen in Südkurdistan zu verbessern?

Diese und andere Fragen werden Andrea Johlige und Matthias Hofmann aufgreifen. Nach einer (kurzen) Einführung in die Region und in die aktuelle Lage werden die Eindrücke und Erfahrungen der Beiden mit Fotos von ihrer Reise erfahrbar. Ein anschließendes Gespräch soll Perspektiven für die Region und Möglichkeiten der Unterstützung thematisieren.

Andrea Johlige ist für die Partei die LINKE Mitglied im Landtag von Brandenburg (mit den Schwerpunkten Kommunalpolitik, Migrations- und Integrationspolitik, antifaschistische Politik) und ist Vorsitzende ihrer Fraktion im Landkreis Havelland. Mehrere Reisen haben sie bisher in die Autonome Region Kurdistan geführt, so dass die leidenschaftliche Fotografin auch die Entwicklungen der letzten Jahre persönlich einschätzen kann.

Matthias Hofmann ist Autor des Buches „Kurdistan von Anfang an“, unterstützte den Bau einer Schule in der westkurdischen Stadt Kobanê (Nordsyrien) und engagiert sich in verschiedenen Bereichen für die Menschen in Kurdistan.

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