16.01.2019
Jahresempfang „Menschenrechte statt Grenzen schützen“ mit Pater Claus Pfuff SJ (Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienst)

Asyl in der Kirche Berlin-Brandenburg e.V. lädt zum Jahresempfang 2019
„Menschenrechte statt Grenzen schützen!“


Asyl in der Kirche Berlin-Brandenburg e.V. lädt am
16.01.2019 um 19 Uhr zum Jahresempfang in die
Heilig-Kreuz-Kirche
Zossener Straße 65
10961 Berlin Kreuzberg.


Wir freuen uns über einen Redebeitrag des Direktors des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, Pater Claus Pfuff SJ.
„Menschenrechte statt Grenzen schützen!“

Wiederholt müssen Geflüchtete seit Wochen auf deutschen Rettungsschiffen ausharren und erreichen kein sicheres EU-Land. Wieder werden Menschen zum Spielball einer europäischen Flüchtlingspolitik, die sich nicht dem Schutz von Menschen, sondern vor allem dem Schutz der eigenen Grenzen verschrieben hat.
Konservative und rechte Kräfte in Europa werden stärker, Rassismus äußert sich durch Angriffe gegenüber Geflüchteten und deren Unterstützer*innen, Grenzen werden wieder aufgebaut und verstärkt.
Bei all der Diskussion geht der Blick auf die Menschen, die versuchen Schutz in Europa zu finden, verloren. Mit einem Appell „Menschrechte statt Grenzen schützen“ erinnert Pater Claus Pfuff SJ daran, diese Menschen und ihre Rechte wieder in den Blick zu nehmen und unsere Demokratie zu stärken.


„Grenzen in den Köpfen – Szenen aus unserem Alltag“
Welche Erfahrungen machen Geflüchtete in Deutschland?
Szenische Einblicke in diesen Alltag bringt uns im Anschluss eine neu gegründete Theatergruppe von (ehemals) Geflüchteten näher.

Die Theatergruppe hat sich im Oktober 2018 gegründet und verarbeitet in ihren Szenen selbst Erlebtes:
Eine Mutter mit Duldung will für ihr Kind einen Zuschuss für eine Klassenfahrt beantragen – wie verhält man sich ihr gegenüber?
Eine Frau ohne Papiere wird von der Polizei aus einer U-Bahn abgeführt – wie reagieren die übrigen Passagiere im Zug?

„Die Szenen, die wir hier zeigen, haben wir erlebt – das ist keine Fiktion. Unsere Theatergruppe besteht derzeit aus 8 Frauen und Männern, die alle ihre ganz eigene Fluchtgeschichte haben. Das Theater hilft, aus sich herauszukommen, Erlebtes zu verarbeiten und darüber zu sprechen – und einem Publikum zu offenbaren.“ sagt Feride Berisha, Geschäftsführerin von Asyl in der Kirche Berlin-Brandenburg e.V. und Mitbegründerin der Gruppe.

Nach dem Redebeitrag und dem Theaterstück laden wir zu einem kleinen Buffet, Austausch und Vernetzung.

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